Für Umwelt und Wirtschaft

Meine Meinungen zu...

Spital Affoltern und Langzeitpflege

Das Spital muss sich täglich den gesundheitspolitischen und ökonomischen Herausforderungen stellen. Seit der Einführung des neuen Spitalfinanzierungsgesetzes im 2012 ist nicht mehr vorgesehen, dass die öffentliche Hand finanzielle Unterstützung bietet. Die Spitalleitung muss daher beweisen, dass sie das Spital betriebswirtschaftlich erfolgreich führen kann.
Dazu braucht die Führung entsprechende Handlungskompetenzen, die sie im Korsett des Zweckverbandes nicht hat. Darum ist der Zweckverband schnellst möglich aufzulösen und die Langzeitpflege und das Akutspital in geeignete Rechtsformen zu überführen.

Neue strategische Ausrichtung
Seit Sommer 2018 ist die neue Betriebskommission daran, eine neue strategische Ausrichtung zu konkretisieren. Wie an der Delegiertenversammlung vom 29. November 2018 präsentiert, setzen dabei 3 der 4 strategischen Säulen auf die ambulante Gesundheitsversorgung. Eine Säule besteht aus dem Ambulatorium (Haus-/Facharztpraxen), eine weitere aus einer Tageschirurgie (Eingriffe ohne Übernachtung), die dritte aus der notfallmedizinischen Versorgung und die vierte aus fachspezifischen stationären Behandlungen (Akutgeriatrie/Psychiatrie/Palliativ Care).

Zukunft ambulant
Aufgrund der kantonalen stationären Überkapazitäten (Bettenauslastung der Spitäler im Kanton Zürich nur 75%, Tendenz abnehmend) ist die ambulante Ausrichtung die einzig logische Massnahme, um dem Standort des Spitals eine Zukunft zu geben.
Angesichts der Pensionierung von vielen Hausärzten in den nächsten Jahren wird die Grundversorgung immer schwieriger werden. Auch deshalb begrüssen die Grünliberalen, dass auf ein starkes Ambulatorium gesetzt wird.

Kooperationen
Weil das Spital Affoltern in einigen stationären Bereichen aufgrund der zu tiefen Fallzahlen keine Leistungsaufträge erhalten wird, ist die Kooperation mit anderen stationären Einrichtungen angezeigt. Dies gewährleistet eine qualitativ gute und kosteneffiziente stationäre Versorgung. Deshalb ist die Absicht sinnvoll, mit den Stadtspitälern Triemli und Waid vermehrt zusammen zu arbeiten.
So können die Stärken des Spitals Affoltern im stationären Bereich, wie Akutgeriatrie, Psychiatrie inkl. Mutter-Kind Behandlung und Palliativ Care weiter gestärkt und das Ambulatorium ausgebaut werden.
Die Grünliberalen sehen mit einer Entwicklung in der vorgegebenen Richtung die Chance, dass das Spital Affoltern so ein Vorzeigeprojekt mit Pioniergeist werden kann. Diesen hat das Knonaueramt ja auch schon in anderen Gebieten (wie. z.B. die.Energieregion) bewiesen.


Im Interview des Anzeigers mit dem Präsidenten der Betriebskommission vom 18.9.2018 war folgendes zu lesen: «Kein Regionalspital wird in Zukunft noch ein vollumfängliches Leistungspaket bekommen». Die Grünliberalen nehmen zur Kenntnis, dass sich das Führungsgremium des Spitals Affoltern der Realität stellt und einer strategischen Ausrichtung widmet, die zukunftsgerichtet ist.

Ambulant vor stationär
Die jährlich steigenden Gesundheitskosten sind in aller Munde. Die stationären Behandlungen machen mit 45% den grössten Kostenblock des Gesundheitswesens aus. Dies ist auch der Grund, warum die Spitäler bei Bund und Kanton im Fokus stehen. «Ambulant vor stationär» ist einer der Lösungsvorschläge, um die Kosten zu senken, weil ambulante Eingriffe günstiger sind als stationäre. Da die Bettenauslastung der Spitäler im Kanton Zürich nur 75% beträgt, bestehen bereits heute deutliche Überkapazitäten und erhebliche Fixkosten, die nicht gedeckt sind. Der Trend «ambulant vor stationär» wird die Bettenauslastung noch mehr reduzieren. Somit steigt der Druck auf die Spitäler, ihr stationäres Angebot abzubauen. Im Weiteren werden den Spitälern Mindestfallzahlen pro Operation zur Qualitätssteigerung auferlegt. Dies setzt die Spitäler noch mehr unter Druck, insbesondere die kleineren.

Chance Affoltern
Viele Spitäler haben ihre Infrastruktur erneuert (neue Bettenhäuser, z.B. Stadtspital Triemli, Limmattalspital) oder sind aktuell mit Neubauten beschäftigt (z.B. Kantonsspital Winterthur). Auf die Umstellung «ambulant vor stationär» sind sie nicht oder nur schlecht vorbereitet.
Es bietet sich eine einmalige Chance für den Standort des Spitals Affoltern, denn «ambulant vor stationär» wird die Gesundheitsversorgung grundlegend umkrempeln.
Der Anteil an ambulanter Versorgung wird zunehmen und derjenige der stationären abnehmen, d.h. es braucht weniger Spitalbetten. Neue Modelle sind gefragt, die dem Bedarf entsprechen und die Kosten optimieren: Ambulante Notfallzentren mit zusätzlichen Gesundheitsleistungen, wie stationäre Spezialversorgungen (z.B. Geriatrie, Palliative Care), Arztpraxen, Physiotherapie, Psychotherapie, etc. werden Spitäler im herkömmlichen Sinn ablösen. Es besteht Handlungsbedarf und zugleich eine Chance zur Erneuerung. In diesem Sinne ist zu begrüssen, dass sich die Betriebskommission mit der neuen strategischen Ausrichtung beschäftigt. Der Standort des Spitals soll in Zukunft über ein starkes Ambulatorium mit Kooperationen und Spezialisierungen verfügen und so ein attraktiver und nachhaltiger Arbeitgeber bleiben.

Kantonsschule Knonaueramt

Ich befürworte die Kantonsschule Knonaueramt in Affoltern, weil
  • das Knonaueramt eine Wachstumsregion ist, so dass auch die Schülerzahlen steigen.
  • es allgemein Sinn macht, möglichst wenig Mobilität zu generieren. Dies senkt Emissionen, Kosten und Leerzeiten. Darum ist es sinnvoll, wenn die Schüler des Knonaueramtes nach Affoltern fahren statt nach Urdorf oder Zürich.
  • der Ausbau der Kantonsschule Urdorf macht daraus einen noch grösseren Grossbetrieb, senkt damit das Zugehörigkeitsgefühl und die soziale Kontrolle.

Umfahrung Ottenbach-Obfelden

Die Meinung der Stimmberechtigten war klar und deutlich. Die Umfahrung Ottenbach-Obfelden soll gebaut werden.
Es gilt nun, dies so schnell wie möglich umweltverträglich zu realisieren und Ottenbach und Obfelden konsequent vom Durchgangsverkehr zu befreien. So wird diesen beiden Dörfern ermöglicht, auch wieder Dorfzentren zu etablieren, wo sich die Bevölkerung treffen und die Gemeinschaft pflegen kann.

Wirksame Gesundheitspolitik

Das Ziel ist ein Gesundheitssystem, das Anreize zum Gesundbleiben schafft. Bei Krankheit sollten wir eine qualitativ hochstehende Versorgung anstreben, die effektiv und effizient arbeitet.

Sozialhilfe und Integration

Fördern und Fordern

SozialhilfeempfängerInnen und Flüchtlinge sollen durch Fördern (unterstützen, motivieren) und Fordern (verpflichten) zu Eigenständigkeit geführt werden. Durch die Übernahme von Selbtverantwortung wird das Selbstvertrauen gestärkt und die Betroffenen können lernen, ihr Leben selber in den Griff zu bekommen. Entsprechende Massnahmen dienen den Betroffenen und der Gemeinschaft, zur Integration und zur Steuerentlastung.

Umwelt + Wirtschaft = Arbeitsplätze

Die Kombination von Umweltanliegen mit wirtschaftlichen Interessen schafft Arbeitsplätze. Statt jedes Jahr mehrere Milliarden Schweizer Franken in erdölexportierende Länder für Erdöl etc. zu zahlen, investieren wir besser in erneuerbare Energieträger in der Schweiz. Denn sie sichern und schaffen Arbeitsplätze, bei Handwerkern, Zulieferern und Unternehmen.

Eigenverantwortung und marktwirtschaftliche Anreize

Umwelt und Wirtschaft sind voneinander abhängig. Nur die Kombination sichert unsere Lebensqualität und die Zukunft unserer Kinder. Die Politik soll Rahmenbedingungen schaffen, die Eigenverantwortung und persönliches Engagement stärken. Wir Grünliberalen bevorzugen marktwirschaftliche Instrumente und Anreize anstelle von Geboten und Verboten.